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Kontaktlinsen-Lexikon

Therapie mit Kontaktlinsen

Unter Therapie versteht man in der Medizin, Zahnmedizin und Psychotherapie, diejenigen Maßnahmen, die der Behandlung von Krankheiten und Verletzungen dienen und darauf ausgerichtet sind die Heilung zu ermöglichen oder zu beschleunigen. Die Beseitigung oder Linderung von Symptomen und die Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Funktionen stellt eine weitere Zielsetzung dar.

Kontaktologie

Die Kontaktologie an sich stellt ein medizinisches Fachgebiet der Augenheilkunde dar, dessen Ziel es ist, durch Verwendung von Kontaktlinsen die Sehfähigkeit zu verbessern. Kontaktlinsen dienen also als Therapie-Mittel.

Am weitesten verbreiteten ist die Anwendung zur Behandlung optischer Fehlsichtigkeiten.

Von diesen konventionellen Kontaktlinsen abgesehen werden sie auch zur Therapie anderer Augenkrankheiten herangezogen.

Dazu gehören:

  • irregulärer Astigmatismus
  • Keratokonus
  • Keratoglobus
  • Grauer Star (Katarakt)
  • Irisdefekte (Iriskolobom)
  • Geburtskatarakt und Amblyopie bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Augenverletzungen

Auch wenn im Allgemeinen der Grundsatz gilt, dass bei entzündlichen oder infektiösen Zuständen am Auge auf Kontaktlinsen verzichtet werden sollte, können sie in gewissen Situationen auch zur Therapie eingesetzt werden.

Meist werden dazu weiche Kontaktlinsen verwendet. Sie sind aufgrund ihrer Materialeigenschaften besonders augenfreundlich. In manchen Fällen werden allerdings auch formstabile Linsen zu therapeutischen Zwecken genutzt. Sie sind entweder darauf ausgerichtet das Auge vor Austrocknung zu bewahren, die Hornhaut (Kornea) vor Verletzungen zu schützen, oder allgemein ihre Regeneration zu fördern. Aufgrund ihrer schützenden Funktion werden sie auch Verbandlinsen genannt.

In manchen Situationen dienen die Kontaktlinsen jedoch nicht zum Schutz der Hornhaut (Kornea). Sind sie mit Medikamenten versehen, die kontinuierlich abgegeben werden, so handelt es sich um Linsen, die als Medikamententräger dienen.