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Kontaktlinsen-Lexikon

Tränenfilm

Der Tränenfilm besteht aus Tränen, die aus den Tränendrüsen ausgeschieden werden. Die Absonderung dieser salzigen Körperflüssigkeit findet bei Menschen und Säugetieren permanent statt. Die Hauptaufgabe der Träne besteht in der Reinigung, Befeuchtung und Ernährung der Hornhaut des Auges. Chemisch besteht der Tränenfilm aus drei Schichten, welcher Proteine, eine klare wässrige Flüssigkeit und einen ölartigen Überzug enthält.

Umwelteinflüsse die auf den Tränenfilm wirken

Der Tränenfilm ist aber nicht bei allen Menschen vollkommen gleich zusammengesetzt, so dass gerade in Verbindung mit Kontaktlinsen unterschiedliche Anforderungen an Pflegemittel gestellt werden. Allerdings beeinträchtigt auch die Umwelt die Beschaffenheit der Tränenflüssigkeit. So kann Winterkälte beispielsweise trockene Augen zur Folge haben. In Kombination mit trockener Heizungsluft nimmt der Wasseranteil des Tränenfilms ab und der ölige Anteil führt zu einer Verdickung, wodurch sich die Träne nicht mehr optimal über das Auge verteilt. Abhilfe schaffen hier nur angewärmte Augentropfen bzw. Nachbenetzungstropfen, die wie ein künstlicher Tränenfilm wirken und der Schutz des Auges, z.B. durch eine Brille.

Ernährungsumstellung hilft bei verändertem Tränenfilm

Auch Ernährung beeinträchtigt den Tränenfilm in bestimmter Weise. Vor allem das klassische Fast-Food zählt dazu, mit einem hohen Fett-, Salz-, und Zuckeranteil. Dazu gesellen sich unzählige Konservierungsstoffe, deren Wirkung auf den Körper meist nicht vollständig geklärt ist. Wer also positive Rahmenbedingungen für gesunde Augen und einen intakten Tränenfilm schaffen möchte, der sollte sich so gesund wie möglich ernähren und viel kohlensäurearmes Wasser trinken und auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten.

Ganzjährig Augen schützen, nicht nur dem Tränenfilm zuliebe

Ganzjährig wirken auf das Auge und den Tränenfilm Umwelteinflüsse, wie UV-Licht, Pollen, Staub, Wärme und Kälte, um nur einige wenige zu nennen. Diese beeinträchtigen nicht nur Kontaktlinsenträger, sondern auch Menschen ohne Fehlsichtigkeit. Gerade bei Partikeln, wie Pollen und (Fein-)Staub, helfen Augentropfen oder klares Wasser. Wer dagegen im Winterurlaub mehreren Einflüssen ausgesetzt ist, sollte eine umschließende Ski-Brille mit UV-Schutz verwenden. Im Sommer sind Kontaktlinsen zum UV-Schutz nur bedingt geeignet, da sie das Auge nicht vollständig abdecken. Auch hier gilt, dass eine großflächige Verschattung der Augen durch eine Sonnenbrille der beste Weg ist. In Innenräumen bei trockener Heizungsluft oder im Auto bei Luft aus der Klimaanlage empfehlen sich Luftbefeuchter und eine indirekte Belüftung. Diese einfachen Vorkehrungen helfen die meisten Gründe von trockenen Augen und einem unzureichenden Tränenfilm auszugleichen. Wer dennoch Probleme hat, sollte diese regelmäßig von einem Augenarzt kontrollieren und behandeln lassen.